Bekleidung in der Spätantike
In der Spätantike veränderte sich die Kleidung im Römischen Reich, auch in den Provinzen Raetien und Noricum, die ungefähr im heutigen Süddeutschland und Österreich lagen. Die Menschen dort passten ihre Kleidung dem kälteren Klima an, aber viele römische Formen und Stoffe blieben erhalten.
Zivile Kleidung bestand meist aus Tuniken aus Wolle oder Leinen, die bis zu den Knien oder darüber reichten. Darüber trugen Männer und Frauen oft einen Mantel, der mit einer Fibel – einer Art Metallnadel – geschlossen wurde. Die Mode zeigte weiter den römischen Einfluss, wurde aber oft mit regionalen Stoffen und Mustern kombiniert.
Soldaten in diesen Provinzen trugen ebenfalls wollene Tuniken, aber ihre Kleidung war robuster und praktischer. Zu ihrer Ausrüstung gehörten ein Gürtel, feste Schuhe oder Sandalen mit Nägeln in der Sohle und im kälteren Klima oft Beinwickel und Mäntel. Farben und Zuschnitt konnten je nach Einheit oder Rang variieren, doch die römische Form blieb klar erkennbar.